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Freitag, 21. September 12 um 10:38 |

Innovation, Sicherheit, Zukunft – das Komplexe Hilfeleistungssystem des DRK

Das Rote Kreuz beim 8. Europäischen Bevölkerungsschutzkongress in Bonn.

Feuer, Erdbeben, Schneemassen und Flut sind nur ein paar Gründe warum es auch in der heutigen Zeit zu Katastrophen kommen kann. Wichtige Lebensmittel werden knapp oder die Stromversorgung bricht zusammen. Genau um diese Szenarien ging es zum achten Mal in der Godesberger Stadthalle.

Neben verschiedenen Fachvorträgen und Diskussionsforen konnten sich die Teilnehmer über neue Produkte und Strategien informieren. An zwei Informationsständen erläuterte das Deutsche Rote Kreuz seine vielfältigen Hilfsangebote.

Der Landesverband Nordrhein präsentierte den Teilnehmen einen LKW, welcher zum Trinkwassertransport eingesetzt wird und einen selbst konzipierten Betreuungsdienstanhänger. Direkt neben dem schweren Gerät erregten kleine rote Pakete die Aufmerksamkeit der Fachbesucher. Musterpakete zur Notfallvorsorge. Ein gutes Beispiel wie simpel und günstig die persönliche Bevorratung für Notfälle und Katastrophen sein kann. Alles wichtige Bausteine der Katastrophenhilfe - denn auch die Selbsthilfe der Bevölkerung ist ein wichtiger Teil des komplexen Hilfeleistungssystems des DRK.

Weitaus häufiger kommt es zu Einsätzen wie Wohnhausbränden oder lokalen Unwettern. Jeder kennt die Bilder wie Rotkreuzler erschöpfte und hungrige Menschen versorgen. Hier Präsentierte der DRK Landesverband Nordrhein ein neue Lösung zur schnellen Verpflegung. Gemeinsam mit einem namenhaften Nahrungsmittelhersteller entwickelten die Rotkreuz-Experten "Food 50". Ein Nudelgericht, vegan, antiallergen und laktosefrei. Nach einer ausgiebigen Testphase konnten die Betreuungsspezialisten des DRK ein anschauliches Resümee ziehen: " Innerhalb kürzester Zeit können wir mit Food 50 viele Menschen verpflegen. Es kann lange gelagert werden, ist schnell mit einfachen Mitteln zubereitet und schmeckt sehr gut." So Jens Koelzer, Fachdienstbeauftragter des DRK Rhein-Sieg.

Eine Lösung zur Versorgung von bis zu 150 Personen präsentierte das DRK gleich mit. Einen von ehrenamtlichen Helfern selbst gebauten Betreuungsdienst Anhänger. Mit zwei Kochstellen, Bänken, Tischen und Getränken nebst einem Zelt können die Helfer in kürzester Zeit vielen Menschen helfen. Die Idee des selbst Konzipierten Anhänger des Ortsvereins Neunkirchen-Seelscheid / Much begeisterte die Fachbesucher: Ideen im Katastrophenschutz müssen nicht mit einem hohen finanziellen Aufwand einhergehen.

Die Rotkreuzler des Bundesverbandes und Landesverbandes Nordrhein wurden auch in diesem Jahr wieder durch Mitglieder des Kreisverbandes Rhein Sieg unterstützt. Nico Gay und Jakob Waßmann vom Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Jens Koelzer, Fachdienstleiter Betreuung informierten die Fachbesucher aus aller Welt über das Rote Kreuz und dessen Anstrengungen in der Katastrophenhilfe und -vorsorge.