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Mittwoch, 28. März 12 um 11:42 |

Helfertag Nr. 5 - Teilnehmerrekord trotz Großeinsatz

Am 24.3.2012 fand der fünfte Helfertag des DRK Rhein-Sieg seit 2008 statt in Hennef statt.

Exakt 203 Anmeldungen lagen der Servicestelle Ehrenamt vor. Am Samstagmorgen um 8:30 Uhr waren dann auch fast alle Helfer pünktlich in der Hauptschule Wehrstraße eingetroffen. Doch dann wurden die rund 30 Helfer der Betreuungdienst-Standorte Bad Honnef und Königswinter jäh aus der Vorfreude auf einen interessanten Fortbildungstag gerissen: Auf der A3 in Höhe der Anschlusstelle Siebengebirge war ein Gefahrguttransport verunglückt. Der Fachdienst Betreuung wurde alarmiert, um die 309 Helfer an der Einsatzstelle zu verpflegen. Die zum Teil unter schwerem Atemschutz arbeitenden Einsatzrkräfte benötigten aufgrund der ungewöhnlich warmen Witterung dringend Kaltgetränke. Zudem wurde für Frühstück und Mittagessen gesorgt – allein 200 belegte Brötchen wurden vom Helfertag aus direkt an die Einsatzstelle gebracht. Nichtsdestotrotz wurde auch nach Abzug der 30 im Einsatz befindlichen Helfer mit 164 verbleibenden Helfern ein Teilnehmerrekord erreicht.

Nachdem sich die durch die einerseits anreisenden und anderseits unter Alarm abrückenden Helfer etwas unübersichtliche Situation beruhigt hatte, wurde die Veranstaltung pünktlich durch Klaus Pipke, dem 1. Vorsitzenden des DRK Rhein-Sieg, eröffnet. Er begrüßte die Helfer herzlich, hob noch einmal die Wichtigkeit ihrer ehrenamtlichen Arbeit hervor und bedankte sich für die große Bereitschaft zur Fortbildung. Es folgten interessante Vorträge zu Arbeitssicherheit und Transfusionsmedizin. Ersteres spielt im Alltag der Helfer eine große und im eigenen Interesse wichtige Rolle, letzteres ist ein Blick über den Tellerrand der Rettungsmedizin hinaus. 

 

Zwischendrin überreichte Kreisbereitschaftsleiter Bernd Voss eine hochmoderne Reanimationspuppe mit AED Gerät und Intubationskopf für die Ausbildung im Fachdienst Sanitätsdienst. Fachdienstleiter Holger Hammer nahm die Puppe in Empfang und schwärmte von den neuen Möglichkeiten, die es nun bei der Ausbildung neuer ehrenamtlicher Sanitätshelfer gibt. Vor der Mittagspause gab es dann überraschend eine besondere Präsentation. Für die durch den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit ins Leben gerufene Kampagne für mehr Freiwillige im DRK Rhein-Sieg hatten sich insgesamt 13 DRK-Helfer für eine Posterserie zur Verfügung gestellt. Mit ihrem Werdegang, ihren Ideen und Visionen stellen sie sich auf jeweils einem großen DIN A1 Poster vor. Die Poster waren tags zuvor frisch aus der Druckerei gekommen. Ein Exemplar wurde jedem der »Models« überreicht. Die Poster können ab sofort von den Ortsvereinen über die DRK Service & Logistik GmbH in Niederkassel bezogen werden.

Vor dem reichhaltigem und leckerem Mittagessen wurden die Helfer dann zur Aufstellung für ein Gruppenfoto in den Schulhof gebeten. Eigens hierfür wurden sie morgens noch mit gesponsorten Helfertag-T-Shirts eingekleidet. Der Fototermin wurde eigens vor das Mittagessen gelegt – wegen der Flecken, wie Moderator Frank Malotki süffisant anmerkte.

Nach dem Mittagessen ging es dann in die Workshops. Hier konnten die Helfer schon in den Wochen zuvor frei nach ihren jeweiligen Neigungen und Interessen Themen auswählen:

  • Grundlagen Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)
  • Aufbau und Betrieb einer Patientenablage
  • Grundlagen Rotkreuzgeschichte (Filmvorträge rund ums Rote Kreuz)
  • »Zirkeltraining« Erste Hilfe und Sanitätsdienst
  • JRK Workshop »Realistische Unfalldarstellung«
  • Die Mobile Unfallhilfsstelle – Einweisung
  • Planspiel: Einsatz mit Beteiligung der Rettungshundestaffel
  • Notfalldarstellung, was ist das eigentlich?
  • Rechtliche Aspekte und Gefahren – was ist bei der Vorbereitung von Übungen zu beachten?

Die Workshops sind nun im dritten Jahr fester Bestandteil der Helfertage und erfreuen sich bei den Helfern großer Beliebtheit. Hier werden Themen in kleineren Gruppen intensiv behandelt, praktisch oder theoretisch oder beides.

Anschließend fanden sich alle Teilnehmer wieder in der großen Aula zusammen, wo dann noch die jährliche Pflichtbelehrung zum Infektionsschutzgesetz erfolgte. Diese Belehrung ist für alle Rotkreuz-Helfer Pflicht, die mit der Ausgabe von Nahrungsmitteln und offenen Getränken betraut sind - ob in Einsätzen, im Blutspendedienst oder bei eigenen Veranstaltungen. Anschließen bedankte sich der zweite Vorsitzende des DRK Rhein-Sieg, Rudolf Mrosek bei allen Teilnehmern. Das zahlreiche Erscheinen, die Wißbegierde und das große Engagement an diesem Tage zeige, dass das Ehrenamt auch jedem etwas zurückgeben kann.

Der Helfertag des DRK Rhein-Sieg entspricht den Standards des Deutschen Roten Kreuzes in Bezug auf Qualität im Ehrenamt (EQ) und wurde dafür im letzten Jahr EQ-zertifiziert. Für die Teilnehmer bedeutet dies, das nicht nur eine gleichbleibende Qualität der Informations- und Fortbildungsmodule gewährleistet ist, sondern auch eine ständige thematische Weiterentwicklung stattfindet. Dazu wurde in diesem Jahr  ein internes Wiederholungsaudits zur Re-Zertifizierung durchgeführt. Im kommenden Jahr wird ein externer Auditor Vorgaben und Ziele prüfen und erstmals vor Ort dabei sein.